Dermbach mit Ortsteilen

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Dezemberwetter in Dermbach

Unteralba

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Der Rhönort Unteralba, Ortsteil von Dermbach, befindet sich im südwestlichen Teil des Wartburgkreises. Ober- und Unteralba liegen an einer alten Nord-Süd-Verbindung vom Wiesenthaler Pass kommend, zum Emberg emporstrebend und führt dann weiter in Richtung Geisa. Ihre Namen sind von dem des Baches abgeleitet, an dem sie liegen, dessen Name im Mittelalter 'Albaha' lautete. Unteralba am Fuße des 714 Meter hohen Baiers liegt bachabwärts, woraus sich auch der Name (" an der unteren Alba") ableiten lässt. Heute heißt der Bach Alba. 1183 wird 'Albaha' erstmals urkundlich erwähnt. 1325 sind beide Orte als 'Alba und Alba' historisch bezeugt. Immer wieder war der Ort von Kriegen, Zerstörungen, Plünderungen und Brandschatzungen betroffen. Die Landwirtschaft bildete den Haupterwerbszweig. Dazu kamen Steinmetzen, Töpfer, Ziegler, Topfhändler und Scherenschleifer. Auch Pfeifenkopfschnitzer waren ansässig. Schon zur Reformationszeit gab es eine evangelische Schule, 1911 kam eine katholische Schule dazu. Es gab ein Gemeindehaus für die Ortsärmsten und sehr früh wurde die Wasserversorgung durch die vom Baier kommenden Quellen aufgebaut. Die Rorhleitungen bestanden anfangs aus durchbohrten Baumstämmen. Die Straßen des Ortes wurden mit handgeklopften Basaltsteinen beschottert. 1950 wurde ein Gebäude für Verwaltung, Bibliothek, Jugendzimmer sowie Kindergarten und Krippe gebaut. Als erster Verein wurde 1873 ein Kriegerverein gegründet. 1884 folgte der Gesangverein "Liedertafel". Dann folgten ein Rauchklub und ein Radfahrerverein. Außerdem gab es Vereine zu den Themen Obstbau, Schaf- und Ziegenhaltung sowie Bienen- und Kanarienzucht. Es gab eine Dreschmaschinengenossenschaft sowie einen Wiesen- und Wässerungsverband. Jugendliche bauten aus eigenem Antrieb einen Sportplatz und betrieben bis 1939 Fußball und Leichtathletik. Die evangelische Kirche ist ein einheitlicher Steinbau aus dem Jahre 1708. Er ist in der schlichten Form des Barockstils ausgeführt. Fast den einzigen Schmuck bildet das fein gearbeitete Rundbogenportal an der Westseite. Darüber sind zwei gotische Fenster und ein Rundbogenfenster aus farbigem Bleiglas mit Motiven aus dem Leben Jesu. Besonderheiten Aus Unteralba kommen zwei Weltmeister. Unteralba ist das Heimatdorf des Spitzensportlers Ronny Ackermann, vierfacher Weltmeister und mehrfacher Oympiasieger in der nordischen Kombination. Aus Unteralba kommt auch Steffi Teichmüller, 1993 Weltmeisterin im Vierer-Rudern und im Jahr 2000 noch einmal im Achterrudern. Sie lebt in Berlin. Quelle:Rhönlexikon
Letzte Änderung am Samstag, 02 September 2017 18:33
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