Dermbach mit Ortsteilen

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Dezemberwetter in Dermbach

Dermbach

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Der Ort hat seinen Namen vom gleichnamigen Bach, der in Dermbach der Felda zufließt. Der Dermbach entsteht in der Ortslage aus den Quellfäden des Schwarzen und des Weißen Borns. 1135 wird die Siedlung Dermbach als Tegrmbach erwähnt (sicher verschrieben aus *Tegrimbach). 1186 heißt sie Trinbach. Bestimmungswort ist das althochdeutsche tegaro = groß, ausgedehnt. Der Dermbach ist also ein „Breitbach“; der Ortsname Dermbach bedeutet nichts anderes als „(Siedlung) am breiten Bach“. 1317 Ludwig von Frankenstein verkauft die Cent an die Abtei Fulda. 1455- 1483 Etappenweiser Erwerb des Amtes Fischbach- Dermbach als Dauerpfand durch die Grafen von Henneberg 1540- 1544 Einführung der Reformation im Henneberger Land. 1583 Henneberger Grafengeschlecht sttirbt aus; Erben werden die Herzöge von Sachsen. 1707 Fürstabt Adalbert von Schleifras lässt sich auf dem Rasen zwischen Dermbach und Unteralba den Erb- und Landeshuldigungdeid leisten; nach 124 Jahren Streit erhält Fulda das Amt Dermbach zurück. 1716 erhält der Ort Marktrecht, besonders auch durch seine günstige Lage. 1850 Dermbach wird 4. Verwaltungsbezirk des Großherzogtums Sachsen- Weimar- Eisenach mit Verwaltungssitz in Dermbach. Die 1855 eingeführte Korkenschneiderei schuf einen gewissen Ersatz für das eingegangene Webergewerbe und löste auch das Schnitzen von Pfeifenköpfen ab. Sie breitete sich rasch auf die umliegenden Dörfer aus und wurde bis zur Jahrtausendwende betrieben. Im Zuge der Wiedereinlösung des Amts durch Fulda und der damit verbundenen Rekatholisierungspolitik wurden ab 1707 das dreiflügelige Schloss erbaut und 1716 eine Franziskaner-Mission eingerichtet, die 1730 zur Gründung des (1818 aufgehobenen) Klosters und 1732/35 zum Bau der Gemeinde- und Klosterkirche führte. Der prächtige Saalbau mit polygonal geschlossenem Chor und großartiger Säulenarchitektur des Hochaltars gehört zu den Hauptwerken des Fuldaer Barocks in der Gegend. Schlichter, aber gediegen, ist die evangelische Kirche von 1714 mit wohl noch mittelalterlichem Turm. Südwestlich von Dermbach liegen in 644 m Höhe die spärlichen Reste des "Alten Schlosses", einer hochmittelalterlichen Burg, deren Geschichte im Dunkeln liegt. Das ehemalige Gasthaus "Sächsischer Hof" einst gastronomische Perle im Feldatal, ist ein repräsentativer zweigeschossiger Fachwerkbau mit geschnitzten Eckpfosten von 1623. Das Obergeschoss in historisierendem Fachwerk stammt aus dem Jahr 1901. Die Amtsapotheke ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Dacherker, 1802 erbaut. Ein stattliches Fachwerkhaus um 1870 ist die Rehaklinik "Josephinum", ab 1890 zum Krankenhaus erweitert, und der Sächsische Hof zur Zeit ungenutzt. Das Gemeinde Backhaus mit Tränkebrunnen aus 1758 und der Alexanderbrunnen, eine neugotische Eisenkonstruktion von 1878, beleben das Bild des Marktplatzes mit Bäckerein und Gasthaus. Quelle:Rhönlexikon
Letzte Änderung am Mittwoch, 18 Oktober 2017 08:05
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